Nicot Zuchtkassette

Nicot Zuchtkassette

Nicot Zuchtkassette

Bei dem Nicot Zuchtsystem handelt es sich um ein Baukastensystem zur Königinnenzucht. Es ist das international modernste und effektivste Königinnenzuchtverfahren das ich kenne.
Die Zuchtkassette mit den Maßen 147 mm x 130 mm x 28 mm bildet praktisch das Kernstück.
Sie wird in der Regel folgendermaßen eingesetzt:
Eine ausgebaute Brutwabe wird so ausgeschnitten, dass die Zuchtkassette oben in der Mitte am Oberträger befestigt werden kann. Anschließend wird die Zuchtkassette, unter Nutzung der vorgebohrten Öffnungen, mit zwei Holzschrauben an der oberen Leiste des Rähmchens festgeschraubt. So vorbereitet, gibt man das Rähmchen mit Zuchtkassette in das Volk mit der Königin, von der nachgezogen werden soll.

Es muss gewährleistet sein, dass der Rähmchenabstand zu den beiden benachbarten Rähmchen stimmt. Es sind 7 mm Abstand von vorn und hinten zwischen der Zuchtkassette zum nächsten Rähmchen erforderlich. Im Neuzustand sollte das Rähmchen mit der Zuchtkassette mindestens 14 Tage vor Zuchtbeginn ins Brutnest gehängt werden, um eine problemlose Annahme zu erreichen. Bei späterer Nutzung ist es ausreichend, die Zuchtkassette 2 bis 4 Tage von Zuchtbeginn einzuhängen. Nach der Angewöhnungszeit und wenn die künstlichen Weiselnäpfchen von den Arbeitsbienen, die durch ein (abziehbares) Absperrgitter Zugang haben, geputzt sind, wird die Königin durch den Öffnungsstopfen von vorn unter das Absperrgitter zugesetzt.
Als zweite Möglichkeit ist vorgesehen, dass im Anbrüter auch eine fremde Königin zugesetzt werden kann. Hierfür ist auf der Rückseite eine Durchgangsöffnung rechts neben dem Stopfen zum Zusetzen der Königin mit Futterteig zu füllen. Die Königin wird dann in den nach vorn mit einen bienendichten Geruchsgitter abgesperrten Raum gegeben. In der Zeit, wo die Bienen den Durchgang zur Königin frei fressen, gewöhnen sie sich in der Regel an diese. Bei richtiger Zusammensetzung des Bienengemisches im Anbrüter wird so auch eine fremde Königin der Regel gut angenommen. Sobald die Königin Zugang zur vorderen Seite der Zuchtkassette hat, kann sie dort direkt in die künstlichen Wabenzellen, auf deren Rückseite künstliche Plastikweiselnäpfchen (Art. 08310) aufgesteckt sind, Eier legen. Dies beginnt, wenn alle Bedingungen optimal sind, etwa innerhalb von 24 Stunden. Nach dem Schlüpfen der Larven können die Weiselzellen mit etwa ein bis zwei Tage alten Larven von hinten durch Aufstecken des Weiselnapfhalters (Artikel. 08320) auf die Weiselzelle entnommen und zusammen mit dem Weiselnapfhalter auf den Systemsockel (Art. 08315) aufgesteckt werden. Alles geht sehr effizient und in der Regel völlig problemlos. Dadurch wird das Umlarven völlig eingespart.

Artikel_08300   Grafik_Nicot-Kopie



Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg bei der Königinnenzucht.
Roland Weber